Familienrecht

In Deutschland wird inzwischen jede dritte Ehe geschieden. Die Tendenz ist steigend. So manches Paar muss die Erfahrung machen, dass der Bund fürs Leben nicht ein Leben lang hält. Nicht selten weicht der Blütentraum einer rauen Wirklichkeit.
Für die Betroffenen folgt oft ein Zeit tiefgreifender Konflikte, die sich verschärfen, wenn Kinder vorhanden sind. Neben den seelischen Belastungen spielen in einer Vielzahl der Fälle auch wirtschaftliche Fragen eine Rolle. Frauen, die wegen der Erziehung der Kinder keine Berufstätigkeit ausgeübt haben, sind hiervon besonders betroffen.
In solchen Fällen empfiehlt es sich, sich im Interesse aller Beteiligten über die Trennung und ihre Folgen zu informieren.  Jetzt ist es höchste Zeit, sich an einen im Familienrecht versierten Rechtsanwalt zu wenden.
Mit den Regelungen des Scheidungs- und Scheidungsfolgenrechts lässt sich diese konfliktträchtige Phase im Leben zweier Menschen in vernünftiger Form durchführen und am Ende ein interessengerechtes Ergebnis für alle Beteiligten finden. Das Scheidungs- und Scheidungsfolgenrecht bewirkt, dass der wirtschaftlich schwächere Ehepartner nach der Scheidung einen Unterhaltsanspruch erhält. Es verschafft auch gemeinsamen Kindern einen Unterhaltsanspruch. Mit dem Zugewinnausgleich wird das während der Ehe von den Partnern erworbene Vermögen im Falle der Ehescheidung sachgerecht aufgeteilt. Die Regelungen über den Versorgungsausgleich teilen die Anrechte, die ein Ehegatte auf eine spätere Altersversorgung (Rente oder Pension) erworben hat, neu zu.
Diese webseite gibt zu diesem Themenkreis einen ersten, informativen Überblick. Sie will und kann keine anwaltliche Beratung ersetzen. Sie ist eine erste Hilfestellung und Orientierung.

Das Familienrecht beschäftigt sich mit allen rechtlichen Belangen innerhalb von ehelichen und nichtehelichen Lebensgemeinschaften.

Das Familienrecht gehört zum Zivilrecht und ist hauptsächlich im 4. Buch des Bürgerlichen Gesetzbuchs (BGB) in den §§ 1297 – 1921 BGB geregelt. Es betrifft vor allem das Verhältnis der Menschen, die durch Verlöbnis, EheLebenspartnerschaft oder Verwandtschaft miteinander verbunden sind. In den §§ 1773 – 1921 BGB werden Vormundschaft, rechtliche Betreuung und Pflegschaft festgelegt, die aber eine verwandtschaftliche Beziehung nicht zwangsläufig voraussetzen.

Das Familienrecht regelt die Rechtsverhältnisse der Personen, die durch Familie, Verwandtschaft, Ehe und Lebenspartnerschaft miteinander verbundenen sind. Auch die Bestimmungen in Bezug auf gesetzliche Vertretungsfunktionen, wie Vormundschaft, Pflegschaft und rechtliche Betreuung, werden durch das Familienrecht abgedeckt.

 Bei fami­lien­recht­lichen An­ge­le­gen­hei­ten geht es um fol­gende Be­rei­che:

  • Sorgerecht für Kinder
  • Umgangsrecht mit Kindern
  • Trennung und Trennungsfolgen
  • Scheidung (Voraussetzungen und Folgen)
  • Unterhalt für minderjährige Kinder
  • Unterhalt volljähriger Kinder
  • Ehegattenunterhalt
  • Vermögensaufteilung, Immobilienauseinandersetzung
  • Zugewinnausgleich
  • Haushaltsteilung
  • Ehewohnung: Wer hat den Anspruch, die Ehewohnung nach der Trennung weiter zu nut­zen? Unter welchen Voraussetzungen gibt es einen Anspruch auf ein Nut­zungs­ent­gelt?
  • Ausgleich der Renten bei Scheidung (Versorgungsausgleich)
  • Ansprüche von Eltern gegen die Schwiegerkinder und umgekehrt
  • Auseinandersetzung nichtehelicher Lebensgemeinschaften
  • Vaterschaftsanerkennung/-anfechtung
  • Eheverträge oder Verträge für nicht­eheliche Lebens­gemein­schaften
  • Internationales Familienrecht, insbesondere Familienrecht der ost­eu­ro­päischen Län­der und Staaten der ehem. UdSSR.