zufrieden-geschieden

Zufrieden-Geschieden: Eine Scheidung steht bevor – was tun? Wie ist der Ablauf? Ist eine Scheidung ohne Anwalt möglich? Wie hoch ist der nacheheliche Unterhalt? Was passiert nach der Trennung mit der Immobilie? Welche Folgen hat eine Ehescheidung für das Sorgerecht bei gemeinsamen Kindern? Wer muss die gemeinsamen Schulden abzahlen? Und wer bekommt den Kfz-Schadensfreiheitsrabatt?

„Zufrieden-Geschieden“ ist unser rundum sorglos Paket – auch für „schwierige Fälle“.

Damit die Scheidung zur Zufriedenheit der Parteien verläuft, sollten Sie stets auch die rechtlichen, finanziellen und sonstigen Auswirkungen bedenken. Wahrscheinlich werden sich die finanziellen Verhältnisse für Sie und Ihren bisherigen Partner ändern. Idealerweise helfe ich Ihnen eine Scheidungsfolgenvereinbarung oder ein Scheidungsfolgenvertrag mit Ihrem Ehepartner zu schließen. Im Einzelnen gilt es folgendes zu klären:

Für eine Scheidung müssen bestimmte Voraussetzungen erfüllt sein. Nach deutschem Recht kann eine Ehe geschieden werden, wenn sie gescheitert ist. Dies ist der Fall, wenn die Gemeinschaft der Eheleute nicht mehr besteht und überdies nicht zu erwarten ist, dass sie wieder hergestellt werden kann. Das Gericht überprüft, ob die Ehe gescheitert ist. Als Nachweis gilt allgemein der Umstand, dass die Ehepartner mindestens

  • ein Jahr getrennt leben und beide der Scheidung zustimmen oder
  • drei Jahre getrennt leben, auch wenn einer der beiden Eheleute die Scheidung ablehnt.

Wenn die Scheidung bevorsteht, ist es wichtigt, gleich die richtigen Vorkehrungen zu treffen:

1. Unterlagen sichern
Eheurkunde, Belege über das Einkommen (Lohnzettel, Steuerunterlagen, Bilanz bei Selbstständigen) und das Vermögen (Kontoauszüge, Versicherungspolicen, Kaufverträge). Sichern Sie diese Unterlagen von sich und kopieren Sie alles von Ihrem Partner. Die Unterlagen sind für einen Scheidungsprozess wichtig, später kommen Sie oft nicht heran.

2. Eigenes Mail-Konto
Kennt der Partner Ihr E-Mail-Passwort, ändern Sie es sofort – sonst liest er mit, was Sie mit Anwalt usw. besprechen. Bei gemeinsamen Mail-Konten: Mails zu einem neuen Konto weiterleiten und Kontakte über Ihre neue Adresse informieren.
3. Kredite einfrieren
Widerrufen Sie für gemeinsame Bankkonten sofort den Disporahmen. Ist es schon überzogen, weisen Sie Ihre Bank schriftlich an, dass der Dispo nicht erhöht werden darf. Das verhindert, dass Ihr Partner noch Schulden macht, für die Sie mit haften. Außer bei gemeinsamen Konten und Verträgen haftet jeder nur für seine eigenen Schulden.
4. Streit oder Gewalt dokumentieren
Wird Ihr Partner gewalttätig oder belästigt Sie: Alles protokollieren (inklusive Zeugenaussagen von Nachbarn oder Vermieter). Straftaten am gleichen Tag bei der Polizei anzeigen. Bedrohliche Anrufe (Mailbox), SMS oder E-Mails sichern.

Scheidungsfolgen können unter anderem sein:

  • Vermögensauseinandersetzung (materielle Güter des ehemaligen Ehepaares, ggfs. Zuweisung gemäß Urteil), siehe Gütertrennung/Zugewinngemeinschaft
  • Unterhalt zum Ausgleich des Lebensstandards für die Zukunft oder ab Auszug aus der gemeinsamen Wohnung aufgrund scheidungsbezogener Trennung
  • Versorgungsausgleich (Übertragung von Rentenpunkten auf das Versicherungskonto des anderen)
  • Verlust des Ehegattensplittings (Steuerrecht)
  • Änderung des Sorgerechtes gemeinsamer Kinder
  • Änderung des Umgangsrechtes gemeinsamer Kinder
  • Änderung der bisherigen Wohnung (Zuweisung auf richterliche Anordnung), gleichgültig, wer Vertragspartner des Wohnungseigentümers oder dessen Bevollmächtigten ist
  • Kosten für rechtliche Vertretung (Rechtsanwalt), Gebühren für Gerichtsverfahren; ggfs. ist hier Prozesskostenhilfe möglich (auch für Sprachmittler)